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Allgemeines
Zwischen Ötscher im Westen und Schneeberg im Osten bildet der Göller die höchste und aufgrund seiner markanten breitgelagerten Erscheinung auch auffälligste Erhebung. Im Winter ein beliebtes Skitourenziel mit steilen Nord- und Südkaren, ist der Göller auch für Wanderer ein überaus lohnendes Tourengebiet. Von der einfachen Gipfelbesteigung bis hin zur großen Überschreitung Göller - Gippel - Oberberg ist alles drin!
Für den Namen "Göller" gibt es zwei Deutungen: Die eine leitet ihn von einem slawischen Wort für "kahler" Berg ab. Dieser breitschultrige, im zerbröckelnden Dolomit ebenmäßig geformte "Kahlkopf" ragt auch wirklich hoch über die voralpine Waldgrenze empor. Die andere Deutung führt ihn auf das "Gellen" der Lawinen zurück, die besonders auf der Südseite durch die Kare und Gräben brausen.

Route A: Gscheid - Gsenger - Göller - retour.
Aufstieg: Vom Gscheid bei der Kapelle den roten Markierungen folgend über einen schönen Waldrücken aufwärts. Unter dem Gsenger (lohnender Abstecher, Aussicht) rechts vorbei und in genau südlicher Richtung über den bald latschenbestandenen Rücken hinauf auf die Gipfelfläche und zum Kreuz.
Abstieg: wie Aufstieg.
Gehzeit:
Aufstieg 2 Std..
Abstieg 1 ¼ - 1 ½ Std.
Höhenunterschied:
800 m

Route B: Kernhof - Waldhüttsattel - Göllerhaus - Göller - retour.
Aufstieg B: Von der Hauptstraße kurz nach dem aufgelassenen Bahnhofsgebäude (dort Parkmöglichkeit) den roten Markierungen nach links, bald aus dem Ort und im Wald in anhaltender Steilheit durch schöne Waldabschnitte hinauf auf den Waldhüttsattel. Rechts auf einem Waldweg an der Materialseilbahn des Göllerhauses vorbei. In Kürze über eine steile Wiese zur Hütte. Weiter über die herrliche Göllerwiese, dann knapp rechts am Gipfel des Kleinen Göllers vorbei in einen Sattel (kurzer gesicherter Abschnitt) und über eine letzte Steilstufe auf die Gipfelfläche und zum Kreuz (Achtung bei Nebel!).

Abstieg: wie Aufstieg.
Gehzeit:
Aufstieg 3 Std.
Abstieg 2 ½ Std.
Höhenunterschied: ca. 1100 m

Varianten: beide Routen können natürlich auch kombiniert werden, allerdings ist dann die Rückkehr zum Ausgangspunkt logistisch zu lösen.

Göllerrundtour - Südseite Vom Lahnsattel 1015m (Lawinengedenkstätte) der nach Westen führenden Forststraße ca. 1km (1240m Höhe) folgen. Bevor die Forststraße einen markanten Knick nach Norden ausführt, mäßig steil durch einen Ziehweg auf einen Rücken (1303m) und etwas fallend auf den Wieselboden (1280m).
Von hier ist der breite, vom Terzer Göller herabführende Rücken, über den der weitere Anstieg erfolgt, gut einzusehen.
Nun dem gut sichtbaren Ziehweg in nördlicher Richtung, zuerst durch einen Fichtenwald, dann über einen Schlag zu einem schmalen Waldgürtel in mäßiger Steigung folgen. Oberhalb des Waldgürtels nun über eine mäßig steile Bergwiese weiter nach oben, bis der Latschengürtel scheinbar den Weg versperrt.
Nun nach rechts durch die Latschen (blaue Farbpunkte, Steig) auf die Südseite und wieder zurück auf den Rücken, bis die Kuppe des Terzer Göllers erreicht ist (1729m). Bis hierher ca.
1 1/2 Std. Bevor dieser Punkt erreicht wird, ist auch schon der Gipfel des Göllers sichtbar. Nun über die ebene Hochfläche in Richtung Göllergipfel.
Nach Überschreiten eines erhöhten Rückens nochmals etwas hinab zu einer dolinenartigen Mulde und dann über den anschliessenden Rücken weiter zum Gipfelkreuz 1766m (insges.
1 3/4 Std. )
Auf dem Gipfelkreuz befindet sich folgender Spruch:


zum Vergrößern anklicken

Der Göller ist ein herrlicher Aussichtsberg. Der Blick schweift in die Runde - angefangen bei Schneeberg, Rax, Schneealpe, Mürztaler Berge, ja bis ins Grazer Bergland (Hochlantsch), weiter über Veitsch, Hochschwabgebirge, Ennstaler Alpen, an klaren Tagen ist der Dachstein gut zu erkennen, Ybbstaler Alpen, bis sich nördlich des Ötscher im Bereich der Türnitzer- und Gutensteiner Alpen der Kreis schließt.

Vom Göller, der Markierung nach Osten folgend, zum Mitterriegel absteigen, und unter dem kl. Göller hindurch hinunter auf die Göllerwiese.
(Auf dem kl. Göller befindet sich seit Sommer 2002 ein Gipfelkreuz)
Weiter über einen sanften Rücken und durch Wald etwas ansteigend zur Anhöhe oberhalb der Göllerhütte (1440 m -
3/4 Std.)

Von der Göllerhütte hinunter auf die Kehralm und in ca. 20 Min. zum Waldhüttsattel (1266 m - Wegweiser).
Vom Waldhüttsattel (1266m) der nach Süden hinunter führenden Forststraße folgen. Nach Erreichen des Talbodens an den Häusern des Donaudörfls (922m -
3/4 Std. ) vorbei und hinaus auf die Bundesstraße.
Nun weiter in Richtung Lahnsattel. Es muß dabei ungefähr 1 km die Bundesstraße benützt werden. Nach dem westlichen Ortsende von Lahnsattel zweigt links ein Wiesenweg - Mariazellerweg - ab. Diesem - beschildert - nun weiter folgen. Am nördlichen Rand der Häusergruppe vorbei und weiter am Waldrand sanft ansteigend hinan zum Lahnsattel 1015 m -
2 bis 2 1/2 Std., womit der Ausgangspunkt erreicht ist.

Gesamter Zeitaufwand: 6 Std.



Zufahrt:
Öffis: Bus Linie Wien - Mariazell.
Auto: Von St. Pölten durch das Traisental und über Freiland und St.
Aegyd am Neuwalde nach Kernhof bzw. weiter hinauf auf das Gscheid. Oder von Süden über Mariazell oder den Lahnsattel auf das Gscheid und weiter nach Kernhof.

Kartenmaterial:
Kompass: Wiener Hausberge Nr. 210, 1:35.000

Anforderungen:
Einfache Bergwanderungen. Der Anstieg von Kernhof verlangt auf kurzen Abschnitten Trittsicherheit.